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Heilpädagogische Kinder- und Jugendwohnanlagen Formen der Betreuung
Im Haupthaus, der Berliner Chaussee 19, befinden sich zwei regelorientierte Gruppen, eine Intensivgruppe für Kinder ab dem 5. Lebensjahr sowie eine Jungenintensivgruppe.
Im Ergänzungsbau, der Berliner Chaussee 03, sind eine Mädchen- und eine Jungenintensivgruppe untergebracht. Außerdem befinden sich hier zahlreiche Therapie-, Sport- und Spielräume.
Intensivgruppen
In den Intensivgruppen werden überwiegend Kinder und Jugendliche untergebracht, die oft schon mehrere Therapie- und Diagnostikangebote der Kinder- und Jugendpsychiatrien durchlaufen haben. Unser Konzept versucht, an diese Therapiemaßnahmen anzuknüpfen und Empfehlungen der Kliniken umzusetzen. In den Intensivgruppen leben Mädchen und Jungen, die eine besonders engmaschige heilpädagogische und psychologische Betreuung benötigen.
Regelgruppen
Da der Aufenthalt in den Intensivgruppen zeitlich begrenzt sein sollte, haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, bei entsprechendem Verhalten in eine Regelgruppe umzuziehen. Die Strukturen der Regelgruppen beinhalten andere Ansätze als in den Intensivgruppen und verlangen von den Mädchen und Jungen ein höheres Maß an Selbständigkeit und Gruppenfähigkeit.
Zwei Mutter/Kind-Plätze
Junge Frauen und Mädchen, die ein Kind erwarten oder bereits haben und junge Väter mit Kind, die aufgrund ihrer Persönlichkeitsentwicklung bei der Pflege und Erziehung ihres Kindes Unterstützung und Hilfe bedürfen, können hier aufgenommen werden. Ziel ist es, Mütter und Väter zu befähigen, mit ihren Kindern selbständig zu leben und die Persönlichkeit der einzelnen Jugendlichen zu stabilisieren.
Betreutes Wohnen
Betreutes Wohnen im Rahmen der Heimerziehung ist eine weiterführende Form der Erziehungshilfe für junge Menschen mit dem Ziel, sie an eine autonome Lebensgestaltung heranzuführen.
Kleinstgruppe mit innewohnender Erzieherin
5 Plätze für Mädchen und Jungen im Aufnahmealter zwischen 4 und 14 Jahren. Sehr familienähnliche Betreuungsform, die durch eine intensive und stabile Beziehungsarbeit geprägt ist.
Familienarbeit
Für Eltern, die ihre Kinder besuchen oder an Therapien der Einrichtung teilnehmen möchten, stellen wir ein Elternzimmer zur Verfügung.
Personelle Besetzung
In allen Wohngruppen ist die Arbeit sozial- und heilpädagogisch orientiert. Vier staatlich anerkannte Heimerzieher/Innen und eine Wirtschaftskraft betreuen je eine Gruppe, so dass die Kinder und Jugendlichen feste Bezugspersonen haben. Die ständige Betreuung durch Heilpädagogen, zwei Psychologinnen, zwei Lerntherapeuten und zwei Diplomsozialpädagogen ermöglicht es, den jungen Menschen zu helfen.
Schulische Förderung
Neben der Vermittlung des Gefühls, innerhalb einer „Familie“ Akzeptanz und Vertrauen zu finden, ist es für das Kind und den Jugendlichen besonders wichtig, individuelle Leistungsmöglichkeiten auszuschöpfen und eigene Leistungsreserven und Fähigkeiten zu entdecken. In unserer Gesellschaft sind der berufliche Erfolg und die gesellschaftliche Anerkennung von enormer Bedeutung. Misserfolge oder Leistungsdefizite belasten den Jungendlichen und den jungen Erwachsenen nicht nur im sozialen, sondern auch im psychischen Bereich sehr. Um die verschiedenen persönlichen schulischen Probleme abbauen zu können, muss ein individuelles Lernumfeld geschaffen werden, in dem Erfolg und Spaß möglich ist.
Lerntherapeutische Gruppe
Die beiden Lerntherapeuten/Innen unterrichten in zwei Kleingruppen von jeweils etwa sechs Schülern nach den aktuellen Rahmenlehrplänen, unter Berücksichtigung der verschiedenen Schulformen. Die Anforderungen werden dabei auf die jeweiligen Lernvoraussetzungen des Einzelnen sowie an dessen Persönlichkeit angepasst. Angebote, wie Töpfern, Entspannungs- und Konzentrationsübungen sowie die Nutzung eines Sportraumes werden unterstützend eingesetzt. Die Schüler arbeiten überwiegend selbständig nach einem auf sie individuell abgestimmten Tagesplan an ihren Aufgaben. Phasen des Frontalunterrichts sowie der Partner- und Gruppenarbeit fließen mit ein. Ziel für die Kinder und Jugendlichen ist es, neben dem Nachholen des versäumten Stoffes, die Freude am Lernen wieder zu entwickeln und eine Rückführung in den Schulalltag zu ermöglichen. Dabei arbeiten wir eng mit den Schulen der Region zusammen, unter anderem mit zwei Allgemeinen Förderschulen für Lernbehinderte, einer Förderschule für Erziehungshilfe, einer Förderschule für Geistig Behinderte, vier Oberschulen (zwei davon mit Integrationsklassen), einer Lernwerkstatt sowie dem Oberstufenzentrum.
Psychologische Betreuung
Unsere psychologische Betreuung wird durch zwei Psychologinnen geleistet. Die Arbeit besteht besonders in einzel- bzw. gruppentherapeutischen Sitzungen. Dabei gilt ein multimodaler Ansatz (systemisch, verhaltenstherapeutisch, gestalttherapeutisch) als Arbeitsgrundlage - der Fokus liegt in jeder Hinsicht auf der Ressourcenorientierung. Neben der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der therapeutischen Begleitung der Familien. Diese werden in regelmäßigen Intervallen zu familientherapeutischen Sitzungen eingeladen und/oder aufgesucht.
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